Bertrand Piccard: Mit dem Solarflugzeug rund um die Welt
Hotel Allegro Kursaal Bern, Arena
Kornhausstrasse 3 3000 Bern 25
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Dr. Bertrand Piccard Psychiater, Wissenschaftler und Abenteurer |
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v.l.n.r. Pascal Koster, P&TS SA Philipp Stucki, WeServe AG Daniel Stucki, Keller Informatik AG / DS Management Consulting GmbH |
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Weitere Bilder vom 4. März 2008 unter Impressionen |
ab 16.30 Uhr
Eintreffen der Gäste, Begrüssungskaffee
17.00 Uhr
Eröffnung
Daniel Stucki, Keller Informatik AG und DS Management Consulting GmbH
Pascal Koster, P&TS SA
Philipp Stucki, WeServe AG
Grusswort
Barabara Hayoz, Gemeinderätin und Vizepräsidentin Stadt Bern
Referat
Solar Impulse - eine neue Vision der nachhaltigen Entwicklung
Dr. Bertrand Piccard, Psychiater Wissenschaftler und Abenteurer
ab ca. 18.45 Uhr
Networking-Apéro und Diskussion

Bertrand Piccard wurde am 1. März 1958 in Lausanne in einem Umfeld von Forschern und Wissenschaftlern geboren, welches ihn anscheinend dazu prädestiniert, eines der grössten Familienabenteuer des 20. Jahrhunderts weiterzuführen. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Als Psychiater und Ballonpilot kombiniert er auf wundersame Weise Wissenschaft und Abenteuer mit dem Ziel der Erforschung der menschlichen Seele.
Sein Grossvater, August Piccard (1884-1962), Professor für Physik an der Universität Zürich und später Brüssel, ebnete mit der Erfindung der Druckkapsel und des Stratosphärenballons den Weg für die moderne Fliegerei und die Eroberung des Weltraums. So erkundet er 1931 auf 16'000 m Höhe die Stratosphäre und sieht als erster Mensch mit blossem Auge die Erdkrümmung. Durch die Anwendung des Prinzips des Stratosphärenballons auf die Tiefen des Ozeans erfindet er den Bathyskaphen, was ihn zum Menschen der beiden Extreme macht. Sein Vater, Jacques Piccard, führt die Arbeiten von Auguste Piccard weiter. In dessen Begleitung unternimmt er verschiedene Tauchversuche, bevor er den Tiefseetauchweltrekord (- 10'916 Meter) im Marianengraben aufstellt, dem tiefsten Punkt der Ozeane.
Diese familiären Umstände beeinflussen Bertrand Piccards erste Jahre grundlegend. Nach zwei Jahren Florida, wo sein Vater einen Mesoskaphen konstruiert, kehrt Bertrand Piccard in die Schweiz zurück, wo er mit 16 Jahren seine ersten Luftabenteuer erlebt: Er entdeckt das Deltafliegen und das Ultraleichtflugzeug und zählt zu den ersten europäischen Pionieren dieser Sportarten. Er erforscht das Fliegen in all seinen Formen: Distanz, Höhe, Akrobatik, Start von Montgolfieren, Motorflug, Hängegleiter und Fallschirm. Als Europameister im Deltakunstfliegen, Inhaber eines Höhenweltrekords und mehrerer „Weltpremieren“ überquert er als erster die Alpen im Ultraleichtflugzeug.
Aber mehr als Heldentaten und Rekorde fesseln ihn beim Fliegen das Studium des menschlichen Verhaltens und die Beobachtung der verschiedenen Bewusstseinsebenen in Extremsituationen. Vom Wunsch erfüllt, sein Verständnis um die „innere Welt“ des Menschen zu erweitern, wird er Arzt und spezialisiert sich später auf Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Nach seiner Tätigkeit als Chefarzt in einer Abteilung am Universitätsspital eröffnet er eine eigene Praxis für Psychotherapie, wo er auch Hypnoseausbildungskurse organisiert. Sein Interesse für Medizin macht an den Grenzen der westlichen Welt nicht halt, und er sucht in mehreren asiatischen Ländern Antworten auf bestimmte Fragen. So befasst er sich mit verschiedenen Ansätzen aus östlichen Lehren, insbesondere der taoistischen, um darin Ergänzungen für seine medizinischen Tätigkeiten zu finden.
Paradoxerweise kommt er aufgrund seiner Arzttätigkeit wieder zur Familientradition, dem Ballonflug, zurück, als ihn der Belgier Wim Verstraeten 1992 bittet, gemeinsam mit ihm am Chrysler Challenge teilzunehmen, dem ersten transatlantischen Ballonwettbewerb mit Start in den USA. Diese Wahl sollte sich als richtig erweisen, gewinnt doch das Team Verstraeten-Piccard dieses historische Rennen und landet nach 5 Tagen und 5000 km in Spanien. Für Bertrand Piccard wird dieser Flug zu einer Offenbarung. Nach 18 Jahren Gleitfliegen, bei dem mit dem Gegenwind gearbeitet wird, entdeckt er bei diesem transatlantischen Ballonflug eine neue Art, mit der Natur in Beziehung zu stehen: sich vom Wind ins Unbekannte führen zu lassen. Und ein Traum beginnt zu keimen: die Welt zu umfliegen, ohne Zwischenlandung, ohne Motor, ohne Steuer, ganz einfach vom Wind getrieben. Nach drei Jahren Vorbereitungszeit startete der Breitling Orbiter, Kunstwerk der modernen Technologie, am 12. Januar 1997 in Château d'Oex. Ein Kerosinverlust beendet diesen ersten Versuch vorzeitig. Am 8. Februar 1998 muss Breitling Orbiter 2 in Burma wegen eines Überflugverbots Chinas aufsetzen.
1999 erreicht Bertrand Piccard, begleitet vom Briten Brian Jones, den letzten Graal der Luftfahrt. Es war dies der 21. Start zu dem inzwischen zu einem internationalen Challenge gewordenen Versuch einer Weltumkreisung im Ballon: ungefähr 10 Teams haben sich seit 1981 auf allen 5 Kontinenten in das Abenteuer lanciert. Am 1. März 1999 von Château d'Oex in der Schweiz gestartet, landet Breitling Orbiter 3, Schmuckstück der modernen Technik, nach 46'000 Kilometern Flug in Ägypten. In 19 Tagen, 21 Stunden und 47 Minuten hat er die erste Weltumkreisung ohne Zwischenlandung geleistet. Er hat damit den längsten Flug sowohl in Dauer als auch in Entfernung der ganzen Luftfahrtgeschichte verwirklicht und insgesamt 7 Weltrekorde zu verzeichnen.
Von mehreren Königen und Staatsoberhäuptern empfangen und in der ganzen Welt gefeiert, werden Bertrand Piccard und Brian Jones mit dem Olympischen Orden und der Goldmedaille des französischen Jugend- und Sportministeriums (Offiziersgrad) dekoriert; sie erhalten unter anderem auch die höchsten Auszeichnungen der Fédération Aéronautique Internationale, der National Geographic Society, des Explorers Club, sowie zahlreicher anderer aeronautischer, wissenschaftlicher und sportlicher Verbände in Europa und Amerika. Als Doktor der Naturwissenschaften honoris causa erhält Bertrand Piccard den Grand Prix de l‘Académie des Sciences Morales et Politiques und wird von den Vereinten Nationen zum Goodwill-Botschafter des Bevölkerungsfonds (UNFPA) ernannt. Neben seinem Grossvater und seinem Vater hat er seinen eigenen Eintrag in der Ausgabe 2000 des Larousse.
Die beiden Piloten waren sich ihres Glücks bewusst: sie hatten sich einen unglaublichen Traum erfüllen können.
Gegenseitig machten sie sich das Versprechen, ihren Ruhm und den daraus entstehenden finanziellen Erfolg zu Gunsten Not leidender Kinder einzusetzen. So entstand die Stiftung „Winds of Hope“ deren Ziel es ist, wenig bekannte Hilfsorganisationen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen.Der erste Einsatz der Stiftung war die Unterstützung im Kampf gegen Noma, eine Krankheit, bei der das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt werden kann und von der Hundertausende von Kindern in den armen Gebieten Asiens, Afrikas und Südamerikas betroffen sind.
Inzwischen arbeitet Bertrand Piccard bereits an seinem nächsten Projekt SOLAR IMPULSE: Eine Weltumrundung mit einem solarbetriebenen Flugzeug. Damit will er die Idee der nachhaltigen Entwicklung fördern.
Dr. Bertrand Piccard
20 avenue de Florimont, 1006 Lausanne
Tel: +41 21 320 77 30
Fax: +41 21 320 77 00
EMail: info@bertrandpiccard.com
Internet: www.bertrandpiccard.com
www.solar-impulse.com
e-forum gmbh
Könizstrasse 161
3097 Bern-Liebefeld








